Was sehen Sie vom Gipfel aus?
Jeder Wanderer hat sich oben schon einmal gefragt: Was sehe ich von hier aus eigentlich alles? Ein Viewshed beantwortet das sofort. Punkt auf den Gipfel setzen, LOS-Analyse starten. Der markierte Bereich zeigt alles, was von dort aus sichtbar ist. Das ist kostenlos, läuft im Browser und braucht kein Konto.
Punkt setzen, Ausblick sehen
Drei Schritte. Öffnen Sie den Simulator und klicken Sie auf Ihren Gipfel, um den Punkt zu setzen. In dieser Anleitung steht der Punkt auf dem Dach des Hotels Pilatus-Kulm auf dem Pilatus. Lassen Sie den Modus auf LOS / Viewshed. Stellen Sie die Augenhöhe etwa auf Ihre Körpergröße, rund 1,7 m. So entspricht das Ergebnis dem, was Sie mit eigenen Augen sehen. Dann starten Sie. Der grüne Bereich liegt komplett in Sichtlinie. Die dunklen Stellen sind Täler und Hänge, die das Gelände verdeckt.
Diese flache Karte ist der „shed“: das Einzugsgebiet all dessen, was vom Gipfel aus sichtbar ist, gezogen von den umliegenden Graten. Falls Ihnen das Wort merkwürdig vorkommt, das ist eine Geschichte für sich, nachzulesen in warum wir es Waveshed nannten.
In 3D ansehen
Jetzt wird es für Wanderer spannend. Stellen Sie die Basiskarte auf den 3D-Stil um und kippen Sie die Ansicht. Der Viewshed legt sich über das echte Gelände. Schauen Sie zu einem fernen Grat hinüber, und Sie sehen sofort, ob er beleuchtet oder beschattet ist, also im Blickfeld liegt oder verdeckt ist. Mit der Tastatur fliegen Sie durch die Szene, gehen auf dem Gipfel auf Augenhöhe und drehen sich einmal im Kreis. Näher kommen Sie dem Gefühl, wirklich dort oben zu stehen, kaum, noch bevor Sie überhaupt losgewandert sind.
In 3D wird die Geometrie des shed sofort greifbar. Die beleuchteten Hänge fallen auf Sie zu. Und die dunklen Senken sind genau der tote Winkel, den eine flache Karte verschluckt.
„Sehe ich diesen Gipfel von hier aus?“
Für eine ganz konkrete Frage, zwei Gipfel und eine Sichtlinie, nehmen Sie das Höhenprofil. Messen Sie von Ihrem Gipfel zu dem, der Sie interessiert. Das Profil zeichnet den Boden dazwischen, mit der geraden Sichtlinie darüber. Bleibt das Gelände unter der Linie, ist der Gipfel sichtbar. Ragt ein Grat hindurch, bleibt er verdeckt, so nah er auch wirken mag.
So klären Sie schnell, ob man diesen Gipfel von dort aus wirklich sieht. Und zwar bevor Sie ein schweres Teleobjektiv hinaufschleppen.
Ein paar Dinge, die man wissen sollte
- Auf einem Grat zählt die Augenhöhe mehr als auf einem Gipfel. Auf einer breiten Kuppe macht ein Meter mehr oder weniger kaum etwas aus. Auf einem schmalen Grat dagegen viel. Stellen Sie sie für ein ehrliches Ergebnis auf Ihre Körpergröße.
- Den Horizont gibt es wirklich. Der Viewshed rechnet die Erdkrümmung mit. Ein ferner Gipfel kann also knapp unter dem Horizont liegen, selbst wenn das Gelände dazwischen frei ist.
- Sie sehen den nackten Boden. Das Gelände stammt aus globalen Daten von rund 30 m. Einzelne Bäume und Bewuchs sind nicht modelliert. Seien Sie bei dichtem Wald und feinen Details daher vorsichtig. Mehr dazu in Genauigkeit & Datenquellen.
Reicht auch mein Funkgerät so weit?
Tragen Sie ein Handfunkgerät bei sich, ob PMR, Amateurfunk oder für eine SOTA-Aktivierung? Dann formt dasselbe Gelände, das Ihren Ausblick prägt, auch Ihr Signal. Wechseln Sie in den RF-Modus, und die Karte schätzt, wohin ein Handfunkgerät vermutlich reicht, dem Weg entlang oder hinunter ins Tal. Die beiden Fragen sind eng verwandt. Auseinandergehalten haben wir sie in ein Viewshed für Funk: LOS vs. RF.
Planen Sie Ihren nächsten Gipfel
Suchen Sie sich einen Gipfel, setzen Sie einen Punkt und starten Sie einen Viewshed. Kippen Sie ihn dann in 3D und sehen Sie sich um. Das ist kostenlos und läuft im Browser.