WLAN-Kanal-Umrechner
Eine WLAN-Kanalnummer ist ein Index, keine Frequenz. Jedes Band hat seinen eigenen Startpunkt und zählt pro Kanalnummer 5 MHz dazu. Kanal 6 im 2,4-GHz-Band liegt bei 2437 MHz, Kanal 36 im 5-GHz-Band bei 5180 MHz, Kanal 37 im 6-GHz-Band bei 6135 MHz. Wählen Sie den US- oder den EU-Plan, und dieser Umrechner liefert Mittenfrequenz, belegten Bereich und jede DFS- oder PSC-Auflage.
Welcher Kanalplan gezeigt wird. Die Verfügbarkeit regelt der Staat, nicht das Gerät.
Die gebündelte Breite, über die der Funk tatsächlich sendet, zentriert auf den Kanal.
Jeder 20-MHz-Kanal der gewählten Region ist dieselbe Form, ±10 MHz um seine Mittenfrequenz. Bei 2,4 GHz liegen die Kanalnummern 5 MHz auseinander, die Formen überlappen sich also. Bei 5 und 6 GHz sind es 20 MHz, sie stehen deshalb nebeneinander. Gelb steht für DFS-Kanäle, ein Punkt für einen bevorzugten Scan-Kanal, und der grüne Rahmen zeigt den gewählten Kanal mit seiner gebündelten Breite.
Gezeigt wird der US-Plan (FCC): bei 2,4 GHz die Kanäle 1 bis 11, bei 5 GHz die Kanäle 36 bis 165 plus die nur für Innenräume freigegebenen U-NII-4-Kanäle 169 bis 177, und das komplette 6-GHz-Band mit den Kanälen 1 bis 233 (5925 bis 7125 MHz). Kanalverfügbarkeit und Leistungsgrenzen sind nationale Vorgaben und ändern sich. Prüfen Sie vor dem Aufbau die Regelung Ihres Landes. Der belegte Bereich ist die nominelle Breite um den gewählten Kanal herum. Ein gebündelter Block, der diesen Kanal als primären nutzt, liegt seitlich versetzt. Eine Spektralmaske ist das nicht.
So funktioniert es
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Die Kanalnummer in eine Frequenz umrechnen
Jedes Band hat seine eigene Basis: 2407 + 5·ch bei 2,4 GHz, 5000 + 5·ch bei 5 GHz, 5950 + 5·ch bei 6 GHz, jeweils in MHz. Kanal 14 ist die einzige Ausnahme und liegt bei 2484 MHz, also 12 MHz über Kanal 13 statt der üblichen 5.
- 02
Nicht nur die Mitte zählt, sondern die Breite
Eine Kanalnummer benennt eine Mitte, das Signal breitet sich beidseitig davon aus. Ein 20-MHz-Kanal belegt ±10 MHz, das alte 802.11b mit DSSS sogar ±11 MHz. Bündelung auf 40, 80, 160 oder 320 MHz verbreitert das im gleichen Verhältnis. Ein einziger 320-MHz-Kanal schluckt damit ein Viertel des gesamten 6-GHz-Bands. Ein gebündelter Block bekommt außerdem einen eigenen Mittenindex. Der 80-MHz-Kanal aus den 5-GHz-Kanälen 36, 40, 44 und 48 hat seine Mitte bei 5210 MHz und heißt Kanal 42.
- 03
Bei 2,4 GHz zählen, was wirklich hineinpasst
Die Kanalnummern liegen 5 MHz auseinander, die Signale sind 20 MHz breit. Benachbarte Nummern überlappen sich deshalb massiv. Der US-Plan bietet 11 Nummern, in die genau drei überlappungsfreie Kanäle passen: 1, 6 und 11. Europa hat 13 Nummern, dort passen vier hinein: 1, 5, 9 und 13. Jede andere Kombination bedeutet Störung durch die eigenen Geräte.
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Bei 5 und 6 GHz auf DFS und PSC achten
Sechzehn der achtundzwanzig US-Kanäle im 5-GHz-Band liegen in Spektrum, das mit Radar geteilt wird, und verlangen DFS. Im EU-Plan sind es fünfzehn von neunzehn. Der Access Point hört einen solchen Kanal 60 Sekunden lang ab, bevor er ihn nutzt, und muss ihn innerhalb von 10 Sekunden räumen, sobald er Radar erkennt. Im 6-GHz-Band ist jede sechzehnte Kanalnummer ein bevorzugter Scan-Kanal, einer pro 80-MHz-Block: 15 der 59 US-Kanäle, 6 der 24 europäischen. Clients suchen zuerst dort, ein Access Point daneben wird also langsamer gefunden.
Formeln
- fc — Mittenfrequenz, MHz
- ch — Kanalnummer, 1 bis 11 (US) oder 1 bis 13 (EU)
- Kanal 14 ist die Ausnahme: 2484 MHz, nur in Japan
- ch — Kanalnummer, in Schritten von 4
- US: 36 bis 177 · EU: 36 bis 140 (die Zuteilung endet bei 5725 MHz)
- ch — Kanalnummer, in Schritten von 4
- US: 1 bis 233, 5925–7125 MHz · EU: 1 bis 93, 5945–6425 MHz
Rechenbeispiel
- US (FCC): Kanäle 1–11 → 1 / 6 / 11, Abstand 25 MHz
- EU (ETSI): Kanäle 1–13 → 1 / 5 / 9 / 13, Abstand 20 MHz
- 2412 + 10 = 2422 = 2432 − 10 → Kanal 1 und Kanal 5 stoßen genau aneinander
- |2422 − 2412| = 10 MHz → Kanal 1 und Kanal 3 überlappen stark
- → das alte 802.11b ist 22 MHz breit und braucht 25 MHz Abstand, daher die Gewohnheit 1 / 6 / 11
FAQ
- Warum gibt es bei 2,4 GHz nur drei nutzbare Kanäle?
- Drei ist die US-Antwort, nicht die allgemeine. Die Kanalnummern liegen 5 MHz auseinander, ein Signal ist 20 MHz breit, benachbarte Nummern liegen also fast übereinander. Der US-Plan reicht von Kanal 1 bis 11, und genau drei überlappungsfreie 20-MHz-Kanäle passen hinein: 1, 6 und 11. Europa erlaubt 1 bis 13, dort passen vier: 1, 5, 9 und 13. Die Gewohnheit 1/6/11 stammt außerdem vom alten 802.11b, dessen DSSS-Signal 22 MHz breit ist und 25 MHz Abstand braucht. Den liefert nur der Satz 1/6/11.
- Was ist DFS, und warum bricht mein WLAN auf diesen Kanälen ab?
- DFS, die dynamische Frequenzwahl, gilt in den USA wie in der EU für 5,250 bis 5,350 GHz und 5,470 bis 5,725 GHz. Dort teilt sich WLAN das Spektrum mit Wetter- und Militärradar. Vor dem Senden muss ein Access Point den Kanal 60 Sekunden lang beobachten. Erkennt er einen Radarimpuls, muss er innerhalb von 10 Sekunden aufhören und den Kanal 30 Minuten lang meiden. Eine Fehlerkennung sieht deshalb genauso aus wie ein verschwundenes Netz.
- Was sind PSC-Kanäle im 6-GHz-Band?
- Bevorzugte Scan-Kanäle sind Kanal 5, 21, 37 und dann jede sechzehnte Kanalnummer, also einer pro 80-MHz-Block. Das sind 15 der 59 Kanäle, die die USA erlauben, und 6 der 24 europäischen. Clients senden ihre Suchanfragen nur auf diesen Kanälen. Ein Access Point auf einem anderen Kanal wird langsamer gefunden, meist über den Nachbarschaftsbericht eines zweiten Funkmoduls. Den primären 20-MHz-Kanal auf einen PSC zu legen, ist deshalb die übliche Empfehlung.
- Warum bietet mein Access Point in Europa weniger Kanäle an als in den USA?
- Weil die Zuteilungen andere sind. Im 5-GHz-Band endet die europäische WLAN-Zuteilung bei 5725 MHz. Die Kanäle 149 bis 177 sind dort also keine WLAN-Kanäle, und schon Kanal 144 reicht bis 5730 MHz. Die USA erlauben sie, und seit 2021 zusätzlich die U-NII-4-Kanäle 169 bis 177 für Innenräume. Im 6-GHz-Band haben die USA die vollen 5925 bis 7125 MHz freigegeben, Europa bisher 5945 bis 6425 MHz, also die Kanäle 1 bis 93. Bei 2,4 GHz läuft es umgekehrt: Europa hat die Kanäle 12 und 13, US-Geräte bieten sie nicht an.
- Darf ich Kanal 14 verwenden?
- In der Praxis nein. Kanal 14 bei 2484 MHz ist nur in Japan zugelassen und nur für 802.11b, den alten DSSS-Modus. OFDM-Raten sind dort nicht erlaubt. Überall sonst liegt er außerhalb der lizenzfreien Zuteilung, und Geräte für Märkte außerhalb Japans bieten ihn gar nicht erst an.
Kanal steht? Prüfen Sie, wie weit Ihr Access Point wirklich reicht. Simulieren Sie die Abdeckung bei 2,4, 5 oder 6 GHz über echtem Gelände und echten Gebäuden, kostenlos im Browser.
WLAN-Reichweite simulieren →Passende Anleitungen
- Funkabdeckung planen (RF / ITM) — die Mittenfrequenz von hier in den Simulator setzen und sehen, wie weit das Band trägt
Quellen & weiterführende Links
- List of WLAN channels — Wikipedia ↗ — Kanalnummern, Mittenfrequenzen und Verfügbarkeit je Land, Grundlage der hier gezeigten US- und EU-Sätze
- IEEE 802.11 — Wikipedia ↗ — legt die Startfrequenzen der Kanäle und die Betriebsklassen fest
- 47 CFR Part 15 (eCFR) — US unlicensed device rules ↗ — § 15.247 und § 15.407 regeln Bandgrenzen, Leistungsgrenzen und DFS-Pflicht in den USA
- ETSI EN 301 893 — 5 GHz RLAN harmonised standard ↗ — die europäischen Bandgrenzen im 5-GHz-Band, DFS und Leistungsregelung