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Funkgeräte-Reichweiten-Rechner (PMR446 & Co.)

Zwei Funkgeräte schaffen selten die Reichweite, die auf der Verpackung steht. Dieser Rechner schätzt, wie weit zwei Handfunkgeräte tatsächlich miteinander sprechen: aus der Höhe, in der Sie sie halten, aus der Sendeleistung und aus dem, was dazwischen steht. Er bestimmt drei Grenzen und nimmt die kleinste als praktische Reichweite.

Startet mit eigenen Angaben, vorbelegt mit einem typischen anmeldefreien Handfunkgerät. Ein Dienst setzt Frequenz und die dort zulässige Leistung ein.

MHz

= 27,0 dBm · ERP, die von den Vorschriften begrenzte abgestrahlte Leistung. EIRP liegt 2,15 dB darüber.

Eine Voreinstellung setzt das automatisch. Davon hängt ab, ob die 2,15 dB des Dipolbezugs dazukommen.

Über dem Boden, auf dem Sie stehen. 1,6 m entspricht einem Gerät auf Brusthöhe. Auf einem Grat über dem Gelände dazwischen wirkt die Höhe deutlich größer.

Ein pauschaler Zuschlag zum Modell. Eine grobe Klasse, keine Messung Ihrer Bäume.

dBi

Bei Serienantenne auf 0 lassen. Eine kurze Gummiwendelantenne liegt oft bei −3 dBi.

dBi
dBm

−118 dBm ist ein vorsichtiger Wert für ein einfaches Handfunkgerät bei 12 dB SINAD. Amateurfunkgeräte sind besser: das Icom IC-V80 ist mit 0,14 µV angegeben, also rund −124 dBm. Je negativer der Wert, desto empfindlicher das Gerät.

dB

Reserve für einen Körper im Weg, nassen Wald oder einen schlechten Moment. 15 dB sind ein sinnvolles Minimum für verlässliche Sprache.

Praktische Reichweite
3,22 km
= 2,00 mi · begrenzt durch die Bodenreflexion
Grenze durch Bodenreflexion
3,22 km
Zweistrahlmodell, der realistische Wert
Funkhorizont
10,4 km
reine Geometrie, unabhängig von der Leistung
Freiraumgrenze
216,4 km
nichts in der Nähe der Strecke
Abgestrahlte Leistung (EIRP)
29,1 dBm
= 820 mW EIRP
Verfügbare Streckendämpfung
132,1 dB
mehr Dämpfung, und die Verbindung reißt ab
h₁ = 1,6 mh₂ = 1,6 mpraktisch 3,22 kmFunkhorizont 10,4 kmSeitenansicht · Höhe überzeichnetdrei Grenzen · km, log. SkalaFreiraum216,4 kmBodenreflexion ◂ praktisch3,22 kmFunkhorizont10,4 km100 m1 km10 km100 km

Oben eine Seitenansicht: Sie beide stehen an den Enden Ihres gemeinsamen Funkhorizonts, auf der Erdwölbung, mit stark überzeichneter Höhe. Der Balken unter dem Boden ist dieser Horizont, sein gelber Teil zeigt, wie weit das Signal wirklich kommt. Unten dieselben drei Grenzen als Balken auf einer logarithmischen Entfernungsskala, die maßgebliche gelb. Leistung, Antennen, Empfindlichkeit und Umgebung verschieben die gelbe Marke und die beiden unteren Balken; nur die beiden Höhen bewegen die Figuren und die Wölbung.

Alle drei Grenzen setzen glatten, ebenen Boden und eine Standardatmosphäre voraus. Die Umgebung ist ein pauschaler Zuschlag von 0, 10 oder 20 dB, keine Messung Ihrer Bäume, und echter Bewuchs und echte Bebauung streuen weit stärker. Am Ende entscheidet das Gelände.

Woher die voreingestellten Werte stammen

FunkgerätFrequenzLeistungQuelle
PMR446446,1 MHz0,5 W ERPECC/DEC/(15)05 ↗
FRS462,6 MHz2 W ERP47 CFR 95.563, 95.567 ↗
GMRS462,6125 MHz5 W ERP47 CFR 95.1763, 95.1767 ↗
2 m (VHF)146 MHz5 W an der BuchseKenwood TH-D75A ↗
70 cm (UHF)440 MHz5 W an der BuchseKenwood TH-D75A ↗

Jeder Wert stammt aus dem daneben verlinkten Dokument, zuletzt geprüft am 2026-08-18. Die Voreinstellungen sind eine Auswahl der gängigen Dienste, kein vollständiger Katalog: Seefunk, Betriebsfunk und nationale Dienste fehlen.

So funktioniert es

  1. 01

    Das Gerät wählen, nicht die Werbung

    Die Voreinstellung setzt Frequenz und die tatsächlich zulässige Leistung ein. PMR446-Handfunkgeräte strahlen 0,5 W ERP ab, FRS auf den meisten Kanälen 2 W, GMRS-Handfunkgeräte 5 W, und ein Amateurfunk-Handfunkgerät liefert rund 5 W an der Antennenbuchse. Die Kilometerangabe auf der Verpackung ist keine Eingabe.

  2. 02

    Leistung in EIRP umrechnen

    ERP bezieht sich auf einen Halbwellendipol, EIRP auf einen isotropen Strahler, dazwischen liegen 2,15 dB. Die Reichweitenformeln brauchen EIRP, aus 0,5 W ERP werden also 27,0 + 2,15 = 29,1 dBm. Ein zusätzlicher Antennengewinn kommt oben drauf.

  3. 03

    Verfügbare Dämpfung bestimmen

    Alles, was die Gegenstelle braucht, geht von der abgestrahlten Leistung ab: Lmax = EIRP + Grx − Srx − M − Lenv. Ein Gerät, das −118 dBm hört, 15 dB Schwundreserve und offenes Gelände lassen 132,1 dB Streckendämpfung übrig.

  4. 04

    Drei Grenzen vergleichen

    Die Freiraumdämpfung, L = 32,45 + 20·log10 dkm + 20·log10 fMHz, liefert die Obergrenze, wenn nichts in der Nähe der Strecke steht. Das Zweistrahlmodell nimmt die Bodenreflexion dazu, die den direkten Strahl weitgehend auslöscht, und die Dämpfung wächst mit 40·log10 d. Der Funkhorizont, 4,12·(h1 + h2) km, ist reine Geometrie und kennt keine Leistung.

  5. 05

    Die kleinste nehmen, dann auf die Karte schauen

    Die praktische Reichweite ist die Grenze, die zuerst greift. Bei zwei Personen zu Fuß ist das fast immer die Bodenreflexion, also wenige Kilometer. Ein Hügel dazwischen macht alle drei hinfällig, und keine dieser Formeln weiß, dass er da ist.

Formeln

Verfügbare Streckendämpfung
Lmax = EIRP + Grx − Srx − M − Lenv
  • EIRP — abgestrahlte Leistung, dBm (ERP + 2,15 dB)
  • Grx — Antennengewinn der Gegenstelle, dBi
  • Srx — Empfindlichkeit des Empfängers, dBm
  • M — Schwundreserve, dB
  • Lenv — pauschaler Zuschlag für die Umgebung, dB
Reichweite nach dem Zweistrahlmodell
40·log10 d = Lmax + 20·log10 h1 + 20·log10 h2
  • d — Reichweite, m
  • h1, h2 — Antennenhöhen über Grund, m
  • gilt jenseits des Knickpunkts db = 4·h1·h2 / λ
Funkhorizont (k = 4/3)
dh = 4,12 · ( h1 + h2 )
  • dh — Horizontentfernung, km
  • h1, h2 — Antennenhöhen über Grund, m

Rechenbeispiel

Zwei PMR446-Handfunkgeräte auf Brusthöhe, offenes Gelände
  1. EIRP = 0,5 W ERP = 27,0 dBm + 2,15 dB = 29,1 dBm
  2. Lmax = 29,1 + 0 − (−118) − 15 − 0 = 132,1 dB
  3. Funkhorizont: 4,12 · (1,6 + 1,6) = 10,4 km
  4. Zweistrahlmodell: 40·log10 d = 132,1 + 4,08 + 4,08d = 3 218 m
  5. Freiraum: 132,1 dB bei 446,1 MHz → 216 km, was noch nie jemand gemessen hat
  6. → praktische Reichweite ≈ 3,2 km, und ein einziger Hügel halbiert sie

FAQ

Warum stehen 10 km auf der Packung, wenn ich zwei schaffe?
Dieser Wert wird ohne jedes Hindernis gemessen, meist von Gipfel zu Gipfel oder über offenem Wasser. In der Hand auf ebenem Boden löscht die Bodenreflexion einen Großteil des Signals aus. Dasselbe Paar schafft im Freien zwei bis fünf Kilometer und im Wald oder in der Stadt einige hundert Meter.
Was macht ein Hügel dazwischen?
Er beendet das Gespräch, lange bevor diese Zahlen überhaupt greifen. Alle drei Grenzen setzen glatten Boden voraus. Ein Grat, der die Sichtlinie unterbricht, kostet schnell zwanzig Dezibel Beugungsdämpfung und mehr, und weil die Dämpfung nahe am Boden mit 40·log10 d wächst, drittelt schon ein Zuschlag von 20 dB die Reichweite. Keine Formel auf dieser Seite weiß von dem Grat, prüfen Sie deshalb das Höhenprofil.
Bringt mehr Leistung mehr Reichweite?
Kaum. Die doppelte Sendeleistung entspricht 3 dB, und nahe am Boden wächst die Reichweite dadurch um rund 19 %. Die zehnfache Leistung bringt etwa 78 %. Ein 5-W-Gerät reicht nicht zehnmal so weit wie ein 0,5-W-Gerät, sondern etwa doppelt so weit.
Warum hilft mehr Höhe stärker als mehr Leistung?
Weil die Höhe zweimal in die Formel für die Bodenreflexion eingeht, einmal pro Seite. Von 1,6 m auf 3,2 m zu kommen bringt 6 dB, genau so viel wie die vierfache Sendeleistung. Heben Sie beide Geräte an, verdoppelt sich die Reichweite. Eine Mauer, ein Autodach oder eine kleine Anhöhe sind die günstigste Verbesserung überhaupt.
Welchen Dienst darf ich nutzen, und geht eine größere Antenne?
PMR446 ist in weiten Teilen Europas anmeldefrei, mit 0,5 W ERP und fest verbundener Antenne. Eine größere ist damit ausgeschlossen. FRS ist in den USA und Kanada lizenzfrei, ebenfalls mit nicht abnehmbarer Antenne. GMRS verlangt eine persönliche FCC-Lizenz und erlaubt Außenantennen. Die Amateurbänder setzen eine Amateurfunklizenz voraus. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Regeln Ihrer nationalen Behörde.

Diese Zahlen setzen voraus, dass der Boden zwischen Ihnen glatt ist. Das ist er nie. Waveshed zeichnet die Sichtlinie über echten Höhendaten, damit Sie sehen, ob der Grat im Weg wirklich blockiert.

Route auf der Karte prüfen →

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Quellen & weiterführende Links

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